Türkeitourismus 2016

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Wie das türkische Tourismusportal „Antalyadabugün“ meldet, hat der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu einen „Maßnahmenkatalog Tourismus 2016“ vorgestellt, der vier Punkte umfasst.

Den Angaben des Ministerpräsidenten zufolge sollen folgende Maßnahmen zur Unterstützung des krisengeplagten Türkeitourismus umgesetzt werden:

• Reiseveranstalter und Reiseagenturen der Kategorie A werden pro Flug, mit dem Gäste aus Ausland in die Türkei gebracht werden, 6.000 US-Dollar Flugkosten ersetzt.
• Firmen der Kategorie A, die mindestens 400.000 Gäste aus dem Ausland in die Türkei bringen, erhalten einen Kredit in Höhe von 100 Millionen TL (ca. 30 Mio. Euro).
• Vom Ministerium für Kultur und Tourismus lizenzierte Firmen, die im Bereich Schifffahrt tätig sind, werden steuerlich als Exportfirmen gleichgesetzt.
• Die Miet- und Pachtschulden von Übernachtungseinrichtungen wie z.B. Hotels werden für das Jahr 2016 ausgesetzt und sollen im Folgejahr in drei Raten zahlbar sein.

Dieses Subventionspaket für den Tourismus soll in kürzester Zeit umgesetzt werden, weitere Unterstützungsmaßnahmen sollen noch hinzukommen. Man werde sich seitens der Regierung bemühen, die türkische Reisebranche vor wirtschaftlichen Schäden zu bewahren.

Darüber hinaus brachte Ahmet Davutoğlu seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die Zahl der russischen Urlauber trotz der politischen Krise zwischen der Türkei und Russland und den Maßnahmen des russischen Wladimir Putin nicht zurückgehen werde.

Wörtlich sagte er zu diesem Thema:

„Die russischen Touristen haben die Türkei nicht über Nacht entdeckt, sie haben das Land mit der Zeit lieben gelernt. Ein russisches Kind, das vor zehn Jahren zum ersten Mal die Türkei besucht hat, ist heute bereits ein Jugendlicher. Das kann man auch durch politische Entscheidungen nicht ändern. Ich möchte an dieser Stelle das türkische Volk dazu aufrufen, Gäste aus Ländern, mit denen wir politische Probleme haben, ganz besonders gut zu behandeln, so dass diese Gäste erfahren, wie gastfreundlich unser Land ist.“

Auch der Minister für Kultur und Tourismus, Mahir Ünal bezog Stellung zu der etwas angespannten Lage des Türkeitourismus 2016. In einer Rede während des Essen der türkischen Tourismusinvestoren in Ankara betonte Mahir Ünal unter anderem, dass die Türkei in einer Weltgegend liege, in der seit einem Jahrhundert Unruhe herrsche. Außerdem seien auch wichtige Reiseziele wie Ägypten und Nordeuropa von großen Umwälzungen betroffen. Dies habe natürlich auch Auswirkungen auf die Reisebranche.

„Wir müssen uns vom Hotel-Land zum Urlaubsland entwickeln”

“Wir müssen uns von einem Hotel-Land zu einem Urlaubsland hochentwickeln. Wir leben auf einem wahren Schatz, aber wenn wir uns ansehen, welche Urlauber wir bisher vor allem empfangen haben, dann ist das die Mittelklasse Deutschlands und Russlands. Wir müssen Strategien entwickeln, um die obere Mittelschicht anzusprechen, oder wir werden auf der Stelle treten. In der gegenwärtigen Form können höchstens die Zahl von 41 Millionen Besuchern erzielen. Aber wenn wir die Veränderungen durchführen, von denen ich spreche, dann können wir diese Zahl weit übertreffen. Diese strukturellen Veränderungen reichen von einer Differenzierung des Marktes hin zu einer Veränderung der Wahrnehmung des Tourismus durch die Branche, von den Beziehungen zwischen dem Staat und der Branche hin zu neuen Ansätzen bei der PR, und in allen diesen Bereichen müssen wir eine Struktur schaffen, die integriert, ganzheitlich und hoch koordiniert ist.”