UNESCO Weltkulturerbe Ephesos

Die historische Stadt Ephesos (griechisch Ἔφεσος, hethitisch vermutlich Apaša, lateinisch Ephesus) an der türkischen Westküste, unweit der Hafenstadt Izmir zählt ab sofort zum UNESCO Welterbe. Damit erhöht sich die Zahl der türkischen Welterbe-Stätten auf insgesamt fünfzehn. Die historischen Wurzeln von Ephesos gehen 9.000 Jahre zurück bis in die vorgriechische Zeit und die Stadt beherbergt mit dem Tempel der Artemis eines der „Sieben Weltwunder“ der Antike.

Auch im Christentum hat Ephesos als älteste christliche Gemeinde eine herausragende Bedeutung und ist bis heute ein beliebter Wallfahrtsort. Für das Komitee entscheidend: Mit ihrer ursprünglichen Lage direkt an einer Meerenge und ihrem Hafenbecken ist die antike Stadt Ephesos ein hervorragendes Beispiel einer römischen Hafenstadt. Dank vieler archäologischer Funde ist die Geschichte für Besucher noch heute erlebbar und sie machen Ephesos zu einem beliebten Urlaubsziel.

Seit mehr als 100 Jahren liegt das Geschick der archäologischen Grabung von Ephesos in österreichischen Händen. Was ursprünglich als Schatzsuche nach dem geheimnisumwitterten Tempel der Artemis, dem Artemision, einem der Weltwunder der Antike, begann, wurde unter österreichischer Leitung zu einer systematischen Aufarbeitung von unzähligen Grabungsfunden, mit dem Ziel, die historischen Zusammenhänge dieser von Legenden und Mythen umrankten Stadt Kleinasiens zu klären.

In der Antike lag die Stadt direkt am Meer; durch Sedimentation sowie klimatische und seismische Veränderungen verschob sich die Küstenlinie im Laufe der Zeit nach Westen, so dass sich die Reste der Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts befinden.

Die Ruinen von Ephesos liegen heute in der Nähe von Selçuk, ungefähr 70 km südlich von İzmir an der türkischen Westküste (Ägäis). Der türkischeName des heutigen Ausgrabungsortes ist Efes.

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